Die IMO

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Das Logo der IMO

Eine Großveranstaltung

Alles begann im Jahre 1959 in Rumänien. Damals wurde die erste Internationale Mathematik-Olympiade veranstaltet. Teilnehmen durften - damals wie heute - Schüler höherer Schulen, in Österreich etwa aus AHS, HAK und HTL. Insgesamt kämpften damals Teilnehmer aus 7 Ländern (ausschließlich aus dem ehemaligen "Ostblock") um Medaillen. Doch die Zahl der Teilnehmer sollte sehr schnell wachsen! Im Jahre 2011 nahmen bereits 564 Schüler aus 101 Ländern teil, Tendenz weiter steigend! Die Teilnahme eines Landes an der IMO kann nur durch Einladung des Gastgeberlandes erfolgen, wobei jene, die schon zuvor teilnahmen, wieder eingeladen werden müssen. Seit 1970 sind auch österreichische Schülerinnen und Schüler mit dabei.

Jedes Land darf bis zu 6 Teilnehmer entsenden. Dazu kommen noch der Leiter (der für die Organisation, wie z.B. die Beispielauswahl und die Korrektur zuständig ist), der stellvertretende Leiter (der für die Betreuung der Schüler zuständig ist) sowie unter Umständen einige Beobachter.

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Ablauf

Die IMO dauert für gewöhnlich 2 Wochen und findet jedes Jahr im Juli statt. Noch bevor die Teilnehmer anreisen, treffen sich bereits die Leiter, um die Beispiele auszusuchen und in die jeweilige Landessprache zu übersetzen. Dann können die Teilnehmer und der stellvertretende Leiter anreisen. Am Abend findet die Eröffnungszeremonie statt, und an den beiden folgenden Tagen kämpfen die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler schon beim Wettbewerb um Punkte. Dabei bekommen sie an jedem der beiden Tage jeweils drei Beispiele (bei denen jeweils sieben Punkte erreicht werden können), für deren Lösung sie 4,5 Stunden Zeit haben. Natürlich ist kein Taschenrechner erlaubt, gelegentlich sind sogar Geodreiecke verboten (und nur "normale", gerade Lineale erlaubt). Die Regeln sind also noch wesentlich strenger als bei den nationalen Wettbewerben.

In den folgenden Tagen wird den Teilnehmern ein umfangreiches Freizeit- und Vergnügungsprogramm geboten, während die Leiter die abgegebenen Lösungen verbessern und den internationalen Koordinatoren präsentieren, welche die Punktewertung festlegen. Am letzten Abend findet die Schlußzeremonie statt, bei der auch die Medaillen vergeben werden. Insgesamt bekommt etwa die Hälfte der Teilnehmer eine Medaille, wobei sich die Verteilung von Gold zu Silber zu Bronze so wie 1:2:3 verhält. Es bekommt also 1/12 der Teilnehmer eine goldene Medaille, 1/6 eine silberne und 1/4 eine bronzene. Danach findet noch eine Farewell-Party statt, die die IMO endgültig beendet, denn am darauffolgenden Tag geht es schon wieder ab nach Hause.

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Österreichs Erfolge

Wie bereits erwähnt entsendet Österreich seit 45 Jahren Teilnehmer zur IMO, und die kommen keineswegs mit leeren Händen zurück. Zeit also, einmal Bilanz zu ziehen über die Erfolge, die die Österreicher bei der IMO erzielt haben. Insgesamt gewannen österreichische Teilnehmer in den vergangenen 45 Jahren 137 Medaillen, davon 13 goldene, 31 silberne und 93 bronzene. Das sind mehr als 3 Medaillen pro Jahr! Das beste Ergebnis wurde, wie könnte es anders sein, bei der "Heim"-IMO 1976 in Österreich mit 8 Medaillen (bei 8 Teilnehmern!) erzielt. Am schlechtesten schnitten die Österreicher 1983 und 2003 ab, als keiner der jeweils 6 Teilnehmern eine Medaille erzielen konnte.

Medaillenspiegel
Medaillenspiegel: Die Rechtecke geben jeweils die Zahl der Teilnehmer an.

Obwohl die IMO ein Wettbewerb einzelner Teilnehmer und nicht ein Wettbewerb ganzer Nationen ist, gibt es dennoch jedes Jahr eine (natürlich inoffizielle!) Länderwertung. Dafür werden einfach die Punktezahlen aller Teilnehmer jedes Landes addiert und die verschiedenen Länder dementsprechend gereiht. Wir haben uns auch diese inoffizielle Nationenwertung angeschaut.

Österreich in der inoffiziellen Länderwertung
Länderwertung: Das blasse Gebiet im Hintergrund zeigt zu jedem Jahr die Gesamtzahl teilnehmender Nationen, das kräftige Gebiet mit der braunen Linie im Vordergrund zeigt die (inoffizielle) Platzierung Österreichs.

Auch in der (inoffiziellen) Länderwertung hat sich Österreich lange Zeit recht gut geschlagen und war meistens in der besseren Hälfte teilnehmender Nationen. In den letzten paar Jahren ging der Trend leider bergab, abgesehen von sehr guten Platzierungen in den Jahren 2005 bis 2007. Es ist also offensichtlich: die Österreichische Mathematik Olympiade braucht noch mehr junge, innovative und kreative Mathematiker wie dich, damit der Aufwärtstrend der letzten Jahre fortgesetzt werden kann!

Alle statistischen Daten stammen von Prof. Mühlgassner, der diese im Rahmen des Festkolloquiums anlässlich des 65. Geburtstags von Prof. Baron präsentierte und uns freundlicherweise zur Verfügung stellte und von der offiziellen IMO-Homepage.

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Kurzberichte

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Weiter Informationen

Weitere Informationen finden sich z.B. auf der offiziellen IMO-Homepage. Überdies gibt es zahlreiche "Fan-Seiten", von denen einige in unserer Link-Sammlung aufscheinen.

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