Generelles

Was ist die Mathematik Olympiade?

Die Mathematik Olympiade ist eine Institution, die mathematisch begabte Schülerinnen und Schüler sowohl fördert als auch fordert. Es handelt sich dabei um eine sog. "unverbindliche Übung", die zwei Wochenstunden pro Schuljahr umfasst. In diesen Kursen lernen die Schülerinnen und Schüler Mathematik, die großteils über die Schulmathematik hinausgeht. Dabei wird nicht nur die Rechenfertigkeit gefördert, sondern das logische Denken und die Fähigkeit, Probleme zu lösen; Fertigkeiten, die in einem Studium, aber auch im späteren Leben, sehr wichtig sind. Neben den Kursen gibt es zahlreiche Wettbewerbe, in denen sich die Teilnehmer messen können (genauere Informationen findest du auf der Seite Wettbewerbe).

Jedes Jahr nehmen hunderte Schülerinnen und Schüler aus ganz Österreich an der Mathematik-Olympiade teil. Die Besten unter Ihnen vertreten Österreich auch bei internationalen Wettbewerben.

Die Teilnahme

Prinzipiell kann jeder Schüler ab der 5. Klasse AHS (9. Schulstufe) an der Mathematik-Olympiade teilnehmen. Es gibt dabei zwei verschiedene Kurse (die jedoch leider nicht immer beide an einer Schule angeboten werden): einen Anfängerkurs und einen Fortgeschrittenenkurs. Wenn du an der Mathematik-Olympiade teilnehmen willst, musst du dir darüber im Klaren sein, dass diese Teilnahme auch einen gewissen zeitlichen Aufwand mit sich bringt. Schließlich hast du jede Woche 2 Stunden Kurs, wobei du meistens auch noch zu Hause Beispiele rechnen willst. Außerdem wirst du, wenn du dich für die Wettbewerbe qualifizierst, für diese unter Umständen einige Tage von der Schule freigestellt. Das klingt zwar sehr toll, aber du versäumst in der Zeit natürlich auch den Stoff, der durchgenommen wird. Es ist zwar nicht erforderlich, aber sinnvoll, wenn du in der Schule so gut bist, dass du es dir leisten kannst, ein paar Unterrichtsstunden zu verpassen!

Benötigte Vorkenntnisse

Im Wesentlichen benötigst du keine besonderen mathematischen Vorkenntnisse. Der Stoff, der in der Mathematik-Olympiade durchgenommen wird, baut großteils auf dem Stoff der 5. bzw. 6. Klasse auf. Wenn du noch nie etwas Konkretes über beispielsweise Zahlenfolgen gelernt hast, sollte das aber auch kein Problem darstellen. Dein Mathematik-Olympiade-Professor wird es dir in dem Fall einfach kurz erklären. Und wie heißt es so schön: "Learning by doing".

Was du bei der Mathematik Olympiade lernst

Bei der Mathematik-Olympiade gibt es mehrere Hauptpunkte: Folgen/Reihen, Geometrie, Gleichungen/Ungleichungen, Zahlentheorie. Im Fortgeschrittenkurs kommen außerdem noch ein paar Funktionalgleichungen dazu. Gebiete wie Folgen und Reihen oder Gleichungen sind aus dem Schulstoff bekannt, andere, wie z.B. Zahlentheorie, sind etwas komplett Neues. Im Gegensatz zur Schulmathematik geht es hier nicht darum, gewisse Lösungen zu berechnen, sondern darum, gewisse Aussagen zu beweisen. Es reicht beispielsweise nicht Lösungen hinzuschreiben (selbst wenn es alle sind), man muss auch beweisen, dass es keine anderen Lösungen gibt. Das ist etwas sehr Ungewohntes, aber auch etwas sehr Interessantes. Es geht dabei nämlich nicht einfach darum, ein gelerntes Verfahren auf das Beispiel anzuwenden, sondern darum, mit Kreativität und logischem Denken ein Problem zu lösen, zu dem man kein Patentrezept kennt. Es geht also mehr um die Entwicklung und das Verständnis von Methoden als um deren bloße Anwendung.